Orbis (Zuyderland) Krankenhaus

Sittard-Geleen, NL

Wie werden Patienten am schnellsten gesund?

Sittard-Geleen

Orbis (Zuyderland) Medisch Centrum

Im Jahr 2000 wurde der Architekt Abe Bonnema mit der Anfrage konfrontiert, ein revolutionäres neues Krankenhauskonzept zu entwickeln, ein „Krankenhaus des 21. Jahrhunderts“, in dem die Patienten in jeder Hinsicht im Mittelpunkt stehen sollten. Bonnema erhielt den Auftrag, gerade weil er keine Erfahrung mit Krankenhäusern hatte. Das Konzept Krankenhaus konnte vollkommen neu entwickelt werden, ohne den Ballast der Tradition.

Im Orbis stehen die Patienten bei allen Aspekten des Krankenhausaufenthalts im Mittelpunkt

Die Entwicklung eines neuen Krankenhauskonzepts: fünf Jahre Vorbereitung und vier Jahre Bauen

Die beste medizinische Versorgung bei optimaler Ruhe bedeutet: nur Einzelzimmer

Zum Ausgleich für den zusätzlichen Raumbedarf in den Stationen (Patientenzimmer und Flure) wurde bei anderen Nutzungen Platz eingespart

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Studie zu einem neuen Krankenhauskonzept war, dass Schlaf und Ruhe für die Genesung und das Wohlbefinden von Patienten von wesentlicher Bedeutung sind. Dies führte zu dem Wunsch, das Krankenhaus ausschließlich mit Einzelzimmern auszustatten.

Der dafür benötigte zusätzliche Raum wurde durch eine andere räumliche Organisation an anderer Stelle gewonnen. Das „neue Arbeiten“ wurde eingeführt: Ein großer Anteil des Krankenhauspersonals tauschte ein eigenes Zimmer gegen eine flexible Arbeitsumgebung.

 

Orbis (Zuyderland) Krankenhaus

Bei der Planung des Krankenhauses Orbis Medisch Centrum (heute Zuyderland) in Sittard standen die Patienten im Mittelpunkt. Das klingt sehr logisch, aber es zeigte sich, dass die konsequente Umsetzung dieses Prinzips sehr viele Denkautomatismen außer Kraft setzte. Es führte zu einem ausschließlich mit Einzelzimmern ausgestatteten Krankenhaus mit Wohnbereichen in den Gängen, in denen man sich treffen kann, und einem Atrium, das Leben ins Gebäude bringt. Entworfen wurde ein Gebäude mit linearer Struktur, dessen Achse eine überdachte zentrale „Straße“ bildet. Daran grenzen alle Nutzungen mit direktem Bezug zur Öffentlichkeit und zu den Patientinnen und Patienten an. Diese Straße ist ein überdachter öffentlicher Bereich, der sich ohne Beeinträchtigung der Beziehungen zwischen den funktionalen Zentren auch erweitern oder verkleinern lässt. Ohnehin war Flexibilität ein Schlüsselbegriff im Planungsprozess. Geboten werden neben Volumenflexibilität (Erweiterbarkeit) auch Umbauflexibilität (die Möglichkeit der Verlagerung von Nutzungen) und anfängliche Flexibilität (die Freiheit, in einem möglichst späten Stadium über die endgültige Einteilung zu entscheiden). Ausschlaggebend für die Entscheidung, ein Technik-Zwischengeschoss einzufügen, waren ebenfalls Flexibilitätsgründe.

details

Projekt
Orbis (Zuyderland) Krankenhaus
Ort
Sittard-Geleen, NL
Umfang
73.850 m²
Periode
2001-2010
Auftraggeber
Orbis Medisch en Zorgcentrum
Disziplin
Architektur
Programm
Bildung & Forschung, Wohnen & Betreuung
Status
Abgeschlossen
Fotografie
De Beer Zwarts, Michel Kievits
Mehr Info
bd@dezwartehond.nl

Themen