Berlin lernt von Rotterdam – Rotterdam lernt von Berlin
Spannender Besuch aus der deutschen Hauptstadt! De Zwarte Hond durfte eine Delegation der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Rotterdam willkommen heißen.
De Zwarte Hond besuchte gemeinsam mit dem Leiter des Referats Wohnbauprojekte äußere Stadt Lars Loebner und seinen Mitarbeitenden Rotterdam Zuid und schaute sich an, was in den letzten Jahren dort entstanden ist. Nicht als Erfolgsschau, sondern als ehrliche Bestandsaufnahme: Was funktioniert? Was brauchen die Bewohner? Und was lässt sich auf andere Städte übertragen? Denn Rotterdam Zuid ist ein lebendiger, komplexer Stadtteil mit echten Menschen, echten Widersprüchen und echter Geschichte. Jahrzehntelang wurden hier gut gemeinte, mutige Stadtpläne umgesetzt. Und trotzdem: Die Investitionen kommen nicht bei allen an. Es drohen zwei Welten, die aneinander vorbeileben – mitten in derselben Stadt.
Was das mit Berlin zu tun hat? Sehr viel. Hier gibt es ähnliche Stadtteile mit ähnlichen Problemen, Beschlüsse, die häufig nicht die Bedürfnisse der Menschen widerspiegeln, Ressorts, die gegeneinander arbeiten, aber unbedingt integriert zusammen agieren müssten, um die Herausforderungen zu meistern. Das sind keine Rotterdamer oder Berliner Probleme. Das sind Probleme von europäischen Städten.
Daher sind die Lösungsansätze ähnlich: Quartiere nicht isoliert betrachten, sondern als Teil eines Ganzen. Infrastruktur, die für das Auto gemacht ist, zur Fußgänger- und Fahrradstadt umbauen. Arbeit und Bildung dorthin bringen, wo die Menschen sind. Das Silodenken überwinden – zwischen Verwaltungsressorts, zwischen Stadtteilen, zwischen sozialen Welten. Und vor allem: Vertrauen in die Menschen setzen, die in diesen Quartieren leben.
Danke an Lars Loebner und die Mitarbeitenden der Berliner Senatsverwaltung für das offene, ehrliche Gespräch. Stadtentwicklung braucht solche Begegnungen. Nicht als Konferenztourismus, sondern als echten Wissenstransfer.