Metro Centrum Spijkenisse

Wie gelingt die Schaffung eines neuen Stadteingangs?

Metro Centrum Spijkenisse

Das Metro Centrum Spijkenisse bildet den neuen Eingang zum Zentrum der Stadt. Mit zwei markanten Wohngebäuden, belebenden Nutzungen im Sockelbereich und einer raffinierten architektonischen Umsetzung erhält das Gebiet rund um Metrostation und Busbahnhof eine ganz neue Identität. Das Ziel von Gemeinde und De Zwarte Hond: eine belebte, sichere, attraktive Umgebung, die Wohnen, Begegnung und Mobilität vereint. Die Neuentwicklung stärkt die Verbindung zwischen öffentlichem Nahverkehr und Stadtzentrum. Durch die Neubauten und den neu gestalteten öffentlichen Raum mit mehr Grün erhält das Gebiet eine hochwertige, zukunftsbeständige Ausstrahlung. Jedes der beiden Gebäude – Block A und Block B – prägt auf seine eigene Weise den neuen urbanen Randbereich. Die markanten Baukörper, die hohen Sockelbereiche und die sorgfältig ausgewählten Ziegelsteine in warmen Rosétönen verleihen dem Ort eine schicke, zeitgemäße und den Ambitionen eines Zentrumsgebiets entsprechende Ausstrahlung. Mit den insgesamt gut 220 Wohnungen und den verschiedenen Gewerbenutzungen im Erdgeschoss entsteht eine lebendige urbane Mischung. Die Erdgeschosszone mit höheren Deckenhöhen sorgt für Urbanität und wird in der Architektur besonders hervorgehoben. Im Sockelbereich kommt gefärbter Beton in einer robusten Formgebung zum Einsatz, die auf die Kräne im Rotterdamer Hafen verweist. Durch die Form der Balkons und der Attika entsteht ein einheitliches Bild eines robusten Stadtblocks, der zu Spijkenisse passt.

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Ort
Spijkenisse, NL
Umfang
25.000 m²
Auftraggeber
Synchroon
Disziplin
Architektur, Städtebau
Programm
Wohnen
Periode
2021
Status
In Entwicklung
Partner
Gebroeders Blokland, IMD, Technieplan, WSP

Ein urbanes Ensemble als Stadteingang
Die Entwicklung von Metro Centrum Spijkenisse ist ein bedeutender Fortschritt in der Erneuerung des Bahnhofsgebiets. Wo früher über das Gebiet verstreute Nutzungen wie Fahrradabstellplätze, Parkplätze und Bürogebäude das Bild prägten, entsteht nun ein zusammenhängendes urbanes Ensemble. Die neuen Wohnbauten fassen den Raum und ordnen die Verkehrsströme, während die Gestaltung des öffentlichen Raums zum Verweilen einlädt. So erhält das Gebiet den Charakter eines echten Stadteingangs, wo sich die Wege von Fahrgästen und Bewohnerschaft in einer grünen, übersichtlich gestalteten Umgebung mit hoher Aufenthaltsqualität kreuzen. Im Sockelbereich werden Nutzungen untergebracht, die zur Stärkung der Dynamik des Ortes beitragen, zum Beispiel kleine Supermärkte und Läden. Eine Lösung für die heute im öffentlichen Raum abgestellten Fahrräder bietet die öffentliche Fahrradgarage, die im Sockelbereich eingerichtet wird. Dadurch wird Platz geschaffen für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums mit Grün und Bereichen für Außengastronomie.

 

Zwei Gebäude, eine Identität
Block A hat sechs Etagen und eine Tiefgarage und schließt an die Bestandsbebauung in der Allee Centrumlaan an. Ein großzügiger Sockelbereich mit gewerblichen Nutzungen bringt Leben in die Straße und verbindet die Innenstadt mit Metrostation und Busbahnhof. Block B liegt in der Straße Ruwaard van Puttenweg und ist mit seinen fünfzehn Etagen ein markanter Orientierungspunkt. Beide Gebäude haben eine hohe Deckenhöhe (4,8 m) im Erdgeschoss. Dadurch entfaltet der transparente Sockelbereich eine besondere Raumwirkung und bleiben Ruhe und Privatsphäre in den darüberliegenden Wohngeschossen gewahrt.
In Block A entstehen als Reaktion auf die große Nachfrage nach Wohnraum für junge Leute in Spijkenisse kompakte, erschwingliche Wohnungen. Dies eröffnet Jüngeren die Möglichkeit, in ihrer Stadt zu bleiben, zumal man mit der Metro vor der Tür in kürzester Zeit im Zentrum von Rotterdam ist.

Der allseitig orientierte Sockelbereich mit vielfältigem Nutzungsprogramm belebt die Umgebung und lädt zum Verweilen ein.

Die niedrigere Rückseite des Gebäudes A (Fahrradgarage) schließt an den bestehenden Grünbereich an und erhält ein Moos-Sedum-Dach.

Die Fassade zeigt Raffinesse im Sockel, Schlichtheit im Bereich der Obergeschosse und zum Abschluss einen markanten Dachrand.

Die Vielfalt der Wohnungstypen führt passend zum urbanen Kontext zu einer hohen Diversität in der Bewohnerschaft.

Raffiniertes Mauerwerk mit warmer Ausstrahlung
Das Besondere an den Fassaden von Metro Centrum Spijkenisse sind ihre warmen, in Rosétönen gehaltenen Ziegelsteinfarben und ihre vielfältige Oberflächenstruktur im Wechsel mit robustem Beton in der Farbe des Mauerwerks. Die vertikale Gliederung unterstreicht die stattliche Wirkung der Gebäude, während die sanften Farben für Wärme und Vertrautheit sorgen. So erhält Spijkenisse einen neuen repräsentativen Stadteingang, einen Ort, der urbane Dynamik mit Wohnqualität verbindet.

 

Metro Centrum Spijkenisse: ein neuer urbaner Stadteingang, der Wohnen, Begegnung und Mobilität vereint