Die Stadt als Gewebe verstehen
Am Freitag, 27. März, ist Ellen Schindler, Managing Partner De Zwarte Hond Berlin, bei der Podiumsdiskussion „Warum brauchen wir baukulturelle Bildung und was hat Textil damit zu tun?“ zu Gast.
Baukulturelle Bildung bedeutet mehr als Gebäude schätzen zu lernen. Sie ermöglicht, räumliche Prozesse zu verstehen und an ihnen teilzunehmen. In einer Zeit, in der Städte immer komplexer werden, ist das kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für sinnvolle Teilhabe.
Textilien sind in diesem Zusammenhang nicht bloß eine Illustration, sondern eine Methode. Wie ein Stoff aus miteinander verbundenen Fäden entsteht, so besteht auch die Stadt aus Beziehungen zwischen Menschen, Orten und Systemen. Die Arbeit mit Textilien kann diese Zusammenhänge sichtbar machen: Man kann sie sehen, gestalten und verändern. Was abstrakt und technisch erscheint, wird so konkret, kollektiv und verständlich.
Die Diskussion ist Teil des 8. Internationalen Symposiums Baukulturelle Bildung, organisiert von der Architektenkammer Thüringen, der Bauhaus-Universität Weimar und der Stiftung Baukultur Thüringen.
Projekte wie unser Buch METRO O1O zeigen, wie wichtig es ist, andere Zugänge zu baukultureller Bildung zu entwickeln. Wer sich der Stadt nicht technokratisch, sondern über Geschichten, Bilder und Vorstellungskraft nähert, eröffnet sich eine neue Form des Verstehens. Ohne solche Formen des Erzählens und Gestaltens bleibt die Stadt für viele unlesbar – und damit im Grunde undemokratisch.
Ebenfalls auf dem Podium diskutieren Fanny Kratzer (Verbandsdirektorin des Thüringer Volkshochschulverbandes) und Franziska Wittau (Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen) , moderiert wird die Runde von Katharina Stahlhoven, Leiterin des Bildungsbereichs der Bundesstiftung Baukultur.
Datum: 27. März
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: Eiermannbau Apolda, Auenstraße 11, DE
Mehr Infos zum Programm
https://baukultur-thueringen.de/symposium_baukulturelle_bildung-programm/