Ein offenes Schulgebäude verbindet Bildung, Landschaft und Campusleben im Westland
ISW Westland Vakcollege+
Das ISW Westland Vakcollege+, eine Schule für berufsbildenden Sekundarunterricht der Unter- und Mittelstufe, liegt am Eingang zum neuen Flora Campus in Naaldwijk. Die Schule mit Parkeinrichtungen für Autos und Fahrräder, auf denen eine Sporthalle und ein Wohnhochhaus errichtet werden, ist Teil der grünen Campus-Landschaft. Diese Landschaft verläuft in mehreren Stufen über die unteren, für das Parken vorgesehenen Geschosse bis nach oben. So erhält die Schule auf der Vorderseite grüne Terrassen und werden Fahrzeuge außer Sichtweite geparkt. Auf den Dächern sind Terrassen und Gärten als Lern-, Entspannungs- und Begegnungsorte für Schüler- und Lehrerschaft angelegt. Grundlage des Entwurfs von De Zwarte Hond ist ein flexibles Tragwerk. In einem Rastermaß von 8,10 Metern lassen sich sowohl Klassenzimmer als auch Räume für den Praxisunterricht unterbringen. Die Form der für Standsicherheit sorgenden Stützen mit Stützenköpfen zeichnet sich im Innenraum und in der Fassade ab. An der Nordseite liegt ein einladender Eingangsbereich, der den Schulhof mit dem Grün in der Umgebung verbindet. Neben dem Eingang befindet sich die Kantine mit Terrasse, die am Wochenende auch von der Nachbarschaft genutzt werden kann. Entlang einer inneren Straße, die das Rückgrat der Schule bildet, werden alle Bildungstätigkeiten präsentiert. Sporthalle und Kantine sind außerhalb der Schulzeiten separat zugänglich und bringen Leben auf den Campus. Grün, Wasserrückhaltung und Bepflanzung wurden in die Planung integriert und leisten einen Beitrag zu einer gesunden Lernumgebung.
data
- Ort
- Naaldwijk, NL
- Umfang
- 17.700 m²
- Auftraggeber
- Gemeente Westland
- Disziplin
- Architektur
- Programm
- Bildung, Öffentliche Gebäude
- Periode
- 2025
- Status
- In Entwicklung
- Partner
- Klictet, ZRi, Ryse
Bildung, Landschaft und Leben verbinden
Das ISW Westland Vakcollege+ ist eine offene Lernumgebung auf dem Flora Campus, der Bildung, Innovation und Praxis in sich vereint. Innerhalb dieser größeren Einheit ist die Schule ein vertrauter Ort im grünen Florapark, an dem sich das tägliche Leben abspielt. Das Gebäude mit Parkeinrichtungen für Autos und Fahrräder, über denen sich eine Sporthalle und ein Wohnhochhaus befinden, ist als offener, flexibler Schulbau Teil der grünen Campus-Landschaft und fungiert als Bindeglied zwischen Bildung, Landschaft und Campusleben im Westland.
Die grüne innere Straße verbindet die Nutzungen und Außenbereiche in den verschiedenen Geschossen
Lernen in Verbundenheit
Eine innere Straße mit besonderer Raumwirkung bildet das Rückgrat der Schule. Sie verläuft von unten nach oben und präsentiert dabei alle Bildungstätigkeiten von ISW Vakcollege. Charakteristisch für dieses Rückgrat sind die Holztreppen, viel natürliches Licht und die Begrünung, durch die das Grün im Außenbereich bis in den Innenbereich hineinreicht. Räume für den Praxisunterricht, die Kantine und Gemeinschaftsbereiche liegen an transparenten Fassaden und haben direkten Kontakt zur Umgebung. Die Schule ist keine in sich geschlossene Welt, sondern ein offener Ort, an dem Lernen, Tun und Menschen sichtbar aufeinandertreffen, und sie leistet einen aktiven Beitrag zu Wissensaustausch und Begegnung.
Grün als Lernumgebung
Grün spielt im Schulalltag eine Schlüsselrolle. Die Außenbereiche sind eine natürliche Erweiterung der Unterrichtsräume. Es werden vom Park auf Geländeebene bis hin zu den Gärten und Terrassen auf den Dächern Orte geschaffen, an denen Schülerinnen und Schüler lernen, zusammenarbeiten und sich entspannen können. Mit einem essbaren Garten für Unterrichtszwecke, einem Sportgarten und einem Relax-Garten werden Natur, Nahrung und Nachhaltigkeit Teil des Schulalltags.
Grundprinzip Tragwerk
Raum zum Mitwachsen
Das Gebäude ist für flexibles Reagieren auf Veränderungen im Bildungswesen konzipiert. Die großzügige Auslegung des Tragwerks mit Stützenabständen von 8,10 m ermöglicht sowohl komfortable Klassenzimmer als auch große Räume für den Praxisunterricht. Die zusätzliche Höhe in den einzelnen Geschossen bietet Platz für Technik, macht das Gebäude flexibel und ermöglicht in Zukunft einfache Anpassungen ohne tiefgreifende Umbauten. Die Stützen in diesem Raster sorgen für die Standsicherheit des Gebäudes. Die Form der Stützenköpfe zeichnet sich in der Fassade ab.
Ein Campus, der weiterlebt
Auch außerhalb der Schulzeiten unterstützt das Gebäude den Campus. Die Sporthalle im Obergeschoss und die Kantine im Erdgeschoss werden separat erschlossen und die Fluchtwege führen nicht durch die Schule. Diese Nutzungsbereiche sind gesondert vermietbar und sorgen abends und an den Wochenenden für Aktivität auf dem Campus. So entsteht ein lebendiger Ort, der Bildung, Sport und Begegnung in sich vereint, eine Schule als vertrauter aktiver Teil des Alltagslebens im Westland.





