Welche Art von Stadt gestalten wir durch unsere Bahnhofsviertel und nach welcher Logik der Transformation?

Welche Art von Stadt schaffen wir durch unsere Bahnhofsquartiere – und nach welcher Logik der Transformation?
Diese Frage wird zunehmend dringlicher, da sich Bahnhofsareale von residualen Infrastrukturräumen zu Schlüsselorten zeitgenössischer urbaner Transformation entwickeln.
Letzte Woche in Paris haben Atelier Néerlandais Cecilia Gross (VenhoevenCS architecture+urbanism) und Daan Zandbelt (De Zwarte Hond) mit Unterstützung des Atelier Néerlandais und der niederländischen Botschaft den Austausch „Station District“ veranstaltet – ein Dialog zwischen französischen und niederländischen Perspektiven auf diese Transformation.
Entlang der Themen Verdichtung versus Neuerfindung, öffentlich-privates Gleichgewicht und das gelebte Bahnhofsquartier bewegte sich das Gespräch zwischen den unterschiedlichen Logiken, die Bahnhofsquartiere prägen, und den Systemen, auf denen sie beruhen.
Wir sprachen darüber, dass Bahnhofsquartiere eine ebenso große Vielfalt aufweisen können wie Hunde – vom Chihuahua bis zum Bernhardiner – und über das Bild ausgewogener Schmetterlinge mit symmetrischen Flügeln, als Sinnbild für das Gleichgewicht zwischen Erreichbarkeit und Dichte. In diesem Sinne ist ein gut funktionierendes Bahnhofsquartier keine feste Typologie, sondern ein Rahmen: Es schafft die öffentlichen Voraussetzungen, innerhalb derer private Akteure Programme entwickeln können, die auf sich wandelnde urbane und marktbezogene Dynamiken reagieren. So entstehen Bahnhofsquartiere als eine Art dreidimensionale Nolli-Karte, in der die Grenze zwischen Bahnhof und Stadt immer wieder verdampft.
Anstatt eine abschließende Antwort zu geben, wirft der Austausch die Frage auf: Wie können sich französische und niederländische Ansätze gegenseitig stärken, um zukünftige Bahnhofsquartiere zu gestalten? Fortsetzung folgt!

Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden für die Offenheit und Tiefe des Austauschs sowie dem Atelier Néerlandais (Lilian Widdershoven, Gerco de Vroeg) für die großzügige Gastfreundschaft.

Moderation & Organisation: Cecilia Gross und Daan Zandbelt
Mit Beiträgen von: Charlotte Halpern, Djamel Klouche, Erik Roerdink, François Bourvic, Guillaume Hébert, Jochen Geraedts, Lucille Daunay, Maaike Perenboom, Mattijs van Ruijven, Paul Gerretsen, Paul Lecroart, Pieter Klomp, Raphaël Ménard und Stéphan de Fay.