Welche Bedeutung kann eine klassische Gartenstadt heutzutage noch für uns haben?
Gartenstadt Werdersee
Am Werdersee im norddeutschen Bremen hat De Zwarte Hond gemeinsam mit Urbanegestalt ein neues Stadtquartier von 17 Hektar entworfen, mit 550 Wohneinheiten, einer Kindertagesstätte, einer Schule und verschiedenen Einrichtungen. Im Jahr 2014 gewann De Zwarte Hond zusammen mit dem Kölner Büro Urbanegestalt den Wettbewerb für das städtebauliche Konzept der Gartenstadt Werdersee und entwarf zudem zwei multifunktionale Gebäude am westlichen Zugang zum Quartier, die Nachbarschaftsläden, Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie geförderte Mietwohnungen beherbergen.
Der Entwurf der Gartenstadt orientiert sich an zwei grundlegenden menschlichen Bedürfnissen: dem Wohnen im Grünen mitten in der Stadt und sozialer Kohäsion, wobei dem öffentlichen Raum eine besondere Rolle zukommt. Beide Bedürfnisse standen bereits im ursprünglichen Konzept der Gartenstädte zu Beginn des letzten Jahrhunderts im Mittelpunkt. Der Entwurf in Bremen ist eine Neuinterpretation, die die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt. Neu ist vor allem der Umgang mit dem öffentlichen Grün an den Rändern des Quartiers, der zu einer „umgekehrten Zentralität“ führt. Anders als in den klassischen Gartenstädten übernehmen die Randbereiche nun eine Hauptrolle: Sie bilden einen grünen Lebensraum für gemeinschaftliche Aktivitäten.
data
- Ort
- Bremen, DE
- Umfang
- 16 ha
- Auftraggeber
- Projektgesellschaft Werdersee GmbH & Co KG Freie Hansestadt Bremen
- Disziplin
- Städtebau
- Programm
- Einzelhandel, Gewerbe & Büros, Masterplanung, Wohnen
- Periode
- 2014-2025
- Status
- Abgeschlossen
- Fotografie
- Caspar Sessler
- Partner
- Urbanegestalt
Bremen
Gartenstadt Werdersee
Ein neues Stadtquartier
Gartenstadt Werdersee ist eines der Schlüsselprojekte, mit denen die Hansestadt Bremen und der zuständige Projektentwickler eine Entspannung auf dem angespannten Wohnungsmarkt anstreben.
2014 wurde ein Entwurfswettbewerb für ein neues Stadtquartier auf einem 17 Hektar großen Gelände ausgelobt, das an einen langgestreckten See grenzt. Gemeinsam mit Urbanegestalt aus Köln hat De Zwarte Hond diesen Auftrag gewonnen für das städtebauliche Konzept der Gartenstadt Werdersee, und entwarf zudem zwei multifunktionale Gebäude am westlichen Zugang zum Quartier.
Anders als in den klassischen Gartenstädten übernehmen die Randbereiche eine Hauptrolle
Grüne Verbindungen
In unserer Neuinterpretation der klassischen Idee der Gartenstadt verbindet De Zwarte Hond den Wunsch nach Wohnen im Grünen mit dem Bedürfnis nach sozialer Kohäsion in der Stadt. Die öffentlichen Räume in den Randzonen werden optimal genutzt. Hier gibt es Platz für Sport und Spiel, Entspannung und gemeinsames Zusammensein.
In Ost-West-Richtung ist das Quartier durch eine neue Art von Wohnstraße mit den angrenzenden Wohngebieten verbunden. Dazwischen erstrecken sich sogenannte „grüne Finger“ bis in die Randzonen.










