Neue Nachbarschaft für Almere Buiten Centrum
Buitenburen Almere
Im Stadtviertel Almere Buiten Centrum realisiert De Zwarte Hond mit dem Projekt BuitenBuren 224 bezahlbare Wohnungen für junge Leute und vitale Seniorinnen und Senioren. Der Entwurf reagiert auf den dringenden Wohnbedarf und präsentiert ein Wohnkonzept, in dem Natur, Klimaanpassung und sozialer Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen. BuitenBuren fördert den Wechsel in passendere Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt und leistet einen Beitrag zu einem inklusiven Stadtquartier, das sich mit seiner Bewohnerschaft weiterentwickelt. Der Gebäudeblock umschließt einen grünen Innenhof mit ausgewachsenen Bäumen: den BuurtPark, das Herzstück der Nachbarschaft. Ein großzügiges 11 Meter hohes und 10 Meter breites Tor verbindet Straße und Park und macht das Grün in der Stadt sichtbar. Gemeinschaftsdachterrassen und ein Sockelbereich mit aktivierenden Nutzungen fördern Begegnungen zwischen Bewohner- und Anwohnerschaft. Mehr als 20 % der Fassadenfläche sind mit einer integrierten Fassadenbegrünung ausgestattet. Ein Holzgerüst aus wiederverwerteten Dalben, das auf die historische Zuiderzee verweist, trägt Balkons und Rankgerüste. Diese Grünstruktur reduziert Hitzestress, fördert Biodiversität und prägt die architektonische Identität. Im Sockelbereich sind überwiegend soziale Nutzungen untergebracht, unter anderem ein Nachbarschaftstreff (BuurtStek), Gastronomie, Kreativwerkstätten und eine Zone mit verschiedenen Nutzungen aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Betreuung. Wohnen, Infrastruktureinrichtungen und Begegnungsorte sind dort unter einem Dach vereint. BuitenBuren zeigt, wie sich Verdichtung und hohe Lebensqualität, Klimaresilienz und die Bildung einer Gemeinschaft miteinander vereinbaren lassen.
data
- Ort
- Almere, NL
- Umfang
- 20.000 m²
- Auftraggeber
- Gemeente Almere
- Disziplin
- Architektur
- Programm
- Wohnen, Einzelhandel
- Periode
- 2026-2030
- Status
- In Entwicklung
- Partner
- J.P. van Eesteren, TBI, OKRA landscape architects, Nieman Raadgevende Ingenieurs, de Firma Stek, Michelle Gulickx
Ein vertikales Viertel für Almere Buiten
Almere Buiten Centrum ist ein Stadtteil im Wandel. Das Gebiet, das einst als funktionale Mitte mit Einkaufsmöglichkeiten für eine junge wachsende Stadt geplant war, entwickelt sich heute zu einem gemischten urbanen Milieu, in dem Wohnen, Begegnungen und Lebensqualität im Mittelpunkt stehen. Vor dem Hintergrund der hohen Nachfrage nach Wohnraum verwandelt sich das Zentrum nach und nach in ein lebendiges Stadtviertel mit Raum für Gemeinschaftliches, Grün und neue Wohnformen. BuitenBuren reagiert darauf mit einem Wohngebäude, das nicht nur neuen Wohnraum schafft, sondern auch eine neue soziale und ökologische Struktur in Almere Buiten Centrum einführt.
Aufbau des Baukörpers
Façade rhythm
Bezahlbares Wohnen für Jung und Alt
BuitenBuren schafft in Almere Buiten Centrum 224 bezahlbare Wohnungen. Das Nutzungsprogramm ist auf junge Leute und vitale Seniorinnen und Senioren ausgerichtet. Die Kombination unterschiedlicher Lebensphasen führt zu einem natürlichen Wechsel in passendere Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt. Jüngere bekommen ihre erste eigene Wohnung, Ältere finden ein zukunftssicheres, barrierefreies und komfortables Wohnumfeld und Infrastruktureinrichtungen in der Nähe. Bei mehreren Gesprächsabenden und online auf www.stadsgesprekken.almere.nl konnten Bewohner- und Unternehmerschaft von Almere Buiten Centrum ihre Wünsche äußern. Almerer schätzen, dass sie es überall in der Stadt nicht weit in die Natur haben. Aber in der Umgebung von BuitenBuren ist das noch nicht der Fall. Doch das wird sich nun ändern. Denn in fußläufiger Entfernung zum Bahnhof Almere Buiten wird eine grüne Oase geschaffen. Der Baukörper ist schon vom Bahnhof aus erkennbar: ein markanter Stadtblock, skulptural gestaltet mit seiner charakteristischen abgetreppten Silhouette. Das Gebäude öffnet sich zum Bahnhof und passt sich in der Höhe an die Bebauung in der Umgebung an.
Grüne Verbindungen
Vom Zusammenwohnen zum Zusammenleben
BuitenBuren ist eigentlich kein Gebäude; es ist eine vollwertige neue Nachbarschaft, untergebracht in ein und demselben Baukörper auf ein und demselben Grundstück. Der BuurtPark bildet die soziale Mitte: Ein gemeinschaftlicher Außenbereich mit hoher Biodiversität, in dem sich leicht Begegnungen unter Bewohnerinnen und Bewohnern ergeben. Gemeinschaftsdachterrassen stärken dieses Netz von gemeinschaftlich genutzten Orten. BuitenBuren schafft die räumlichen Voraussetzungen für Begegnungen. Dadurch fördert es die Bildung einer Gemeinschaft und trägt zur Milderung der Einsamkeit unter Jüngeren und Älteren bei. Der Sockelbereich, in dem der Anteil an sozialen Nutzungen ca. 40 % beträgt, ist ein Bindeglied zwischen Gebäude und Stadt. BuurtStek fungiert als Nachbarschaftstreff, in dem die Bewohnerschaft Aktivitäten organisieren und sich in einem informellen Rahmen treffen kann. Gastronomie, eine Zone mit Nutzungen aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Betreuung und Kreativwerkstätten beleben den Alltag und verankern das Projekt im Viertel. BuurtStek ist ein Bindeglied zwischen drinnen und draußen und bietet Raum für gemeinsames Kaffeetrinken, Gespräche und Initiativen. Zugleich sichern die sorgfältig platzierten Eingangsbereiche Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit für die Bewohnerschaft.
Holzgerüst
In Einklang mit der Natur und klimaadaptiv
Die Ökologie ist integraler Bestandteil des Entwurfs. Grüne Fassaden, ein grüner Innenhof und Dachterrassen erhöhen die Biodiversität und reduzieren den Hitzestress. Wasserrückhaltung, grüner Beton, aus geschlossenen Kreisläufen stammende Materialien und Solarmodule leisten einen Beitrag zur Zukunftssicherheit und Energieeffizienz des Gebäudes. So verbindet BuitenBuren städtische Verdichtung mit einem gesunden, komfortablen Wohnumfeld. Der Mittelteil der Fassade oberhalb des Sockelbereichs besteht aus einem Holzgerüst aus wiederverwerteten Dalben, ein Verweis auf die historische Zuiderzee an diesem Ort. Diese Laubengangstruktur trägt die Balkons und die dazwischenliegenden begrünten Rankgerüste. Beides sorgt für eine zusätzliche Begrünung der Fassaden, die Privatsphäre bietet und alle Balkons Teil einer grünen Oase werden lässt. Insgesamt sind circa 20 % der Fassadenfläche mit integrierter Fassadenbegrünung ausgestattet.
Gerda und Johan, beide über 65 Jahre „Hier gärtnern wir genauso wie in unserem kleinen Garten in Buitenvaart, aber auf dem Dach – wesentlich spektakulärer!“